Frank­reich: Fami­lie des angeb­li­chen Ver­ge­wal­ti­gungs­op­fer in Betrugs­skan­dal invol­viert

Die gewalt­tä­ti­gen Aus­schrei­tun­gen in Frank­reich und Schwe­den eska­lie­ren weiter und viele Men­schen sehen darin die Vor­we­hen eines auf­kom­men­den Bür­ger­krie­ges in ganz Europa. Spä­tes­tens, wenn die nächste Spe­ku­la­ti­ons­blase platzt, und es zu einer wei­te­ren Sys­tem­krise kommt, wird die Gewalt eska­lie­ren, wenn die Migra­ti­ons­krise vorher nicht gelöst ist.

Aber nun sind in Frank­reich ein paar äußerst pikante Details ans Tages­licht gedrun­gen. Der Aus­lö­ser für die Aus­schrei­tun­gen war die angeb­li­che Ver­ge­wal­ti­gung eines far­bi­gen Migran­ten durch die Poli­zei. Nach Erkennt­nis­sen des “Le Pari­sien” betreibt der Bruder des angeb­li­chen Opfers in Aulney-sous-Bois eine Firma, die die Gewalt im Dépar­te­ment bekämp­fen soll. Hier gibt es zumin­dest einen star­ken Nutz­nie­ßer von angeb­li­cher Poli­zei­ge­walt.

Doch der Skan­dal geht noch tiefer. Im Zeit­raum von Anfang 2014 bis Mitte 2016 wurde diese Firma mit sagen­haf­ten 678.000 Euro vom Staat sub­ven­tio­niert. Dieses Geld war vor­ge­se­hen für die 30 Ange­stell­ten der Firma. Das bri­sante: Bis heute findet sich keine Spur dieser angeb­li­chen Ange­stell­ten. Und unter den acht Mit­glie­dern, die in diese Betrugs­af­färe invol­viert sind, ist auch das angeb­li­che Ver­ge­wal­ti­gungs­op­fer.

Diese Fakten lassen den ganzen Fall natür­lich in einem neuen Licht erschei­nen. Zumin­dest die Betrei­ber der Firma haben also ein star­kes Motiv und Inter­esse an dem Ein­druck einer mög­lichst hohen Poli­zei­ge­walt, um die staat­li­chen Sub­ven­tio­nen für ihre Phan­tom­mit­ar­bei­ter, im Kampf gegen eben jene Gewalt zu legi­ti­mie­ren. An dieser Stelle beißt sich die Katze in den Schwanz.

Es bleibt die Hoff­nung, dass diese Affäre mög­lichst schnell auf­ge­klärt wird. Weil wenn sich her­aus­stel­len sollte, dass die Poli­zis­ten zu Unrecht einer Ver­ge­wal­ti­gung bezich­tigt wurden, wäre das ein wei­te­rer poli­ti­scher Skan­dal erster Güte, der Marie Le Pen wei­te­ren Auf­trieb geben würde.

Bild­quelle

By Charles de Jesus CC BY 2.0, via Wiki­me­dia Com­mons

One thought on “Frank­reich: Fami­lie des angeb­li­chen Ver­ge­wal­ti­gungs­op­fer in Betrugs­skan­dal invol­viert”

  1. Dietmar B. says:

    Ein Schelm wer Böses dabei denkt... Würde mich nicht wun­dern, wenn der Bruder die Ver­let­zun­gen im Mast­darm seines Geschwis­ter­chens ver­ur­sacht haz unjd die es jetzt der Poli­zei in die Schuhe schie­ben wollen um mehr Kohle abzu­grei­fen! Für über ne halbe Mil­lio­nen lässt man sich schon mal die Häm­morhoi­den per­fo­rie­ren!

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