USA ver­tei­len Atom­müll auch in Syrien

Das Geschäft mit dem abgreie­cher­ten Uran ist eine win-win-Situa­tion für Mili­tär und Atom­in­dus­trie. In Deutsch­land und ande­ren Län­dern muß der Atom­müll für teures Geld unter der Erde in aus­ge­dien­ten Salz­berg­wer­ken oder ähn­li­chem ver­scharrt werden. Doch es geht auch einfacher.

Abge­rei­cher­tes Uran, ein Abfall­pro­dukt der nuklea­ren Ener­gie­er­zeu­gung ist extrem schwer. Muni­tion, welche mit abge­rei­cher­tem Uran bestückt ist, schnei­det durch Pan­zer­stahl wie ein warmes Messer durch Butter. Beim Auf­prall pul­ve­ri­siert die Muni­tion und der radio­ak­tive Staub ver­seucht die gesamte Umge­bung. Diese Uran­mu­ni­tion wurde im großen Umfang in den völ­ke­rechts­wid­ri­gen Krie­gen in Jogusla­wien, den beiden Golf­krie­gen gegen den Irak und ent­ge­gen ihrer Behaup­tun­gen 2015 nun auch in Syrien ein­ge­setzt.

Die Folgen sind kata­stro­phal. Miss­bil­dun­gen, tote Föten und immer wieder Krebs, ins­be­son­dere Leuk­ämie. Nach dem ersten Golf­krieg kamen viele US-Sol­da­ten mit mys­te­riö­sen Sym­pto­men nach Hause. Anfangs wurde ange­nom­men, Saddam Hus­sein hätte die Sol­da­ten mit che­mi­schen Kampf­stof­fen, ins­be­son­dere Gift­gas benetzt. Die Ursa­che scheint aber mit großer Wahr­schein­lich­keit auf das abge­rei­cherte Uran zurück­zu­ge­hen. Als die Sol­da­ten Fotos in Sie­ger­pose in aus­ge­brann­ten geg­ne­ri­schen Pan­zern schos­sen, kamen sie in Kon­takt mit dem radio­ak­ti­ven Feinstaub.

Das US-Mili­tär ver­teilt auf diesem Wege den Atom­müll der US-Atom­kraft­werke in Kriegs­ge­bie­ten über­all auf der Welt. Der Krieg hallt in diesen Gegen­den also noch hun­dert­tau­sende Jahre nach und wird wei­ter­hin Krank­hei­ten und Elend unter den betrof­fe­nen Bevöl­ke­run­gen verursachen.

Bild­quelle

By D5481026 (Own work) CC BY-SA 4.0, via Wiki­me­dia Commons

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