Die linke Angst vor dem Diskurs

Demo­kra­tie speist sich aus dem Dis­kurs. Es gilt unter­schied­li­che Mei­nun­gen abzu­wä­gen, um dann zu einem Kom­pro­miss zu kommen. Mei­nungs­viel­falt und -frei­heit ist sind Grund­pfei­ler der Demo­kra­tie. Aber das linke Esta­blish­ment scheint keine Lust auf einen Dis­kurs zu haben. Mehr noch: es herrscht nackte Panik und Ent­set­zen vor dem Diskurs.

Linkes Dis­kus­si­ons­boy­kott

Vor eini­gen Mona­ten sollte der Ver­le­ger Götz Kubit­schek im Thea­ter Mag­de­burg auf­tre­ten. Doch dazu kam es nicht. In einer Welle der Empö­rung wurde der Boy­kott­auf­ruf durch­ge­setzt und die Ver­an­stal­tung abge­sagt. Initia­to­ren waren in erster Linie die SPD und natür­lich die Grünen. Ein ähn­li­cher Fall spielte sich in Zürich ab, als der Phi­lo­soph Marc Jongen an einer Talk­runde teil­neh­men sollte. Sein Makel: Er ist Poli­ti­ker der AfD. Folge war auch hier ein Boy­kott­auf­ruf. In einem “offe­nen Brief” for­der­ten 350 Per­so­nen aus Deutsch­land und der Schweiz dem Redner der AfD keine Bühne zu bieten. Und das Thea­ter­haus knickte auch prompt ein. Jongen wurde ausgeladen.

Diese Angst vor dem Dis­kurs lässt erah­nen, dass den Linken und Grünen die Argu­mente aus­ge­hen. Ihre Posi­tio­nen sind inzwi­schen so kon­tro­vers und angreif­bar, dass sie pani­sche Angst haben in der Luft zer­ris­sen zu werden. Nur mit großer Mühe können sie ihre neo­li­be­rale Poli­tik not­dürf­tig mit dem Fei­gen­blatt des Huma­nis­mus und der Tole­ranz mas­kie­ren. Wie soll man einem deut­schen Rent­ner, der aus Not Pfand­fla­schen sam­meln muss, erklä­ren, dass wieder hun­derte Mil­li­ar­den für Wirt­schafts­flücht­linge und Ban­ken­ret­tun­gen aus­ge­ge­ben werden müssen? Wie können die Poli­ti­ker ihre fetten Pfründe noch legi­ti­mie­ren, wenn sie nicht mehr Poli­tik für ihr Volk, son­dern gegen ihr Volk machen. Nun gut, es kommt natür­lich darauf an, wen man als sein Volk defi­niert. Wenn es jeder ist, der es schafft, nachts über die grüne Grenze zu schlei­chen, seinen Pass weg­zu­wer­fen und zu sagen, er sei Syrer, dann wird wahr­schein­lich wirk­lich noch Poli­tik für das Volk gemacht.

Der Breit­bart-Boy­kott

Auch die hys­te­ri­sche Boy­kott­ak­tion gegen Breit­bart ist ein wei­te­rer Aus­wuchs davon. Dieser wird natür­lich ins­be­son­dere von den Grünen vor­an­ge­trie­ben. Der Fakt, dass Andrew Breit­bart jüdi­schen Glau­bens war, wird von ihnen schlicht aus­ge­blen­det. Boy­kott­auf­rufe gegen Juden haben hier in Deutsch­land Tra­di­tion und zumin­dest ein “Geschmäckle”. Und die Boy­kot­tie­rer tun so, als ob Breit­bart eine Neo­nazi-Site wäre, die den Holo­caust pro­mo­ted. Das ist natür­lich völ­li­ger Unsinn. Viele Auto­ren und Edi­to­ren bei Breit­bart sind, wie der Grün­der, jüdi­schen Glau­bens. Man mag den rei­ße­ri­schen Stil von Breit­bart kri­ti­sie­ren, aber der ist jetzt auch nicht schlim­mer als bei unse­ren “Qua­li­täts­me­dien”. Nur eben etwas kon­ser­va­ti­ver. Aber auch hier gilt: Die Mei­nungs­viel­falt ist die Essenz einer Demo­kra­tie. Der pani­sche Kampf gegen Breit­bart offen­bart auch hier die Ver­zweif­lung und die immer schnel­lere Ero­sion der Moral­do­mi­nanz.

Der Zen­sur­bu­me­rang

Das ist auch der Grund, warum die Par­teien ins­be­son­dere die Grünen immer mehr Zensur im Inter­net for­dern. Auch Face­book wird inzwi­schen zen­siert. Einen Licht­blick gibt es immer­hin. Nach­dem die Wiener Pöbel-Auto­rin und neues Mas­kott­chen der Linken Ste­fa­nie Spren­gna­gel, einen Bei­trag auf Face­book ver­fasst hat, der ein­deu­tig gegen die Regeln von Hate­speech ver­stößt, wurde sie kur­zer­hand gesperrt. Schön, wenn die Schreier nach Zensur auch mal ihre eigene Medi­zin zu schme­cken bekommen.

Wenn die Alt­par­teien, ins­be­son­dere die Grünen, nicht ihren letz­ten Rest Glaub­wür­dig­keit und Legi­ti­ma­tion ver­spie­len wollen, müssen sie sich dem Dis­kurs stel­len. Die Taktik des Boy­kotts wird sich auf lange Sicht bitter rächen.

Bild­quelle

Tom Lin – CC-BY-SA-3.0

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