CIA-Hacker in Frankfurt

Wie die neu­es­ten Wiki­leaks-Doku­mente bewei­sen, unter­hält der CIA eine Hacker­ba­sis im US-Kon­su­lat in Frank­furt am Main. Dass Agen­ten unter Diplo­ma­ten­tar­nung agie­ren, ist nichts Neues. Dieser Fall ist jedoch von beson­de­rer Natur. Die CIA-Hacker wurden mit Diplo­ma­ten­päs­sen (“black pass­port”) durch den Zoll nach Deutsch­land durch­ge­wun­ken, um von dort in anlie­gende Länder wie Frank­reich, Ita­lien und die Schweiz aus­zu­schwär­men. Die Tar­nung war tech­ni­scher Sup­port für das Konsulat.

Q: Why are you here?

A: Sup­porting tech­ni­cal con­sul­ta­ti­ons at the Consulate.

Cover-Story für CIA-Hacker

In den beschrie­be­nen Fällen ging es oft­mals um Geheim­ope­ra­tio­nen, die phy­si­sche Anwe­sen­heit erfor­dern. Also das infil­trie­ren von Netz­wer­ken, die nicht am Inter­net hängen. Bei­spiele dafür wären unter ande­rem Polizeidatenbanken.

Die Hacker ver­schaff­ten sich unter Vor­wän­den Zugang zu den Arbeits­plät­zen, um die Rech­ner dann mit mal­ware­be­la­de­nen USB-Sticks zu infi­zie­ren und die Daten zu steh­len. Die Mal­ware wurde vom CIA extra für diesen Zweck designed.

Fine Dining” – Mal­ware nach Maß

Die Mal­ware “Fine Dining” zum Bei­spiel, ent­hält 24 Tar­nap­pli­ka­tio­nen. So zeig­ten die CIA-Hacker unter einem Vor­wand ein Video auf dem VLC-Player, führ­ten Prä­sen­ta­ti­ons­sli­ces vor (Prezi), oder spiel­ten ein­fa­che Spiele wie 2048 oder Breakout2. Beson­ders per­fide: es kamen sogar gefälschte Viren­scan­ner zum Ein­satz (Kas­persky, McAfee, Sophos). Und wäh­rend diese Tarn­pro­gamme liefen, wurde im Hin­ter­grund der Rech­ner infi­ziert und die sen­si­blen Daten gestohlen.

Kon­se­quen­zen?

Welche Kon­se­quen­zen wird unsere Bun­des­re­gie­rung aus den Erkennt­nis­sen ziehen? Bedau­er­li­cher­weise ist damit zu rech­nen, dass der Skan­dal genau wie die NSA-Affäre, keine Kon­se­quen­zen nach sich ziehen wird. Busi­ness as usual. Ein Schelm wer behaup­tet, wir würden in einem unsou­ve­rä­nen Vasal­len­staat leben.

Bild­quelle

Cen­tral Intel­li­gence Agency – Public Domain – via Wiki­me­dia Commons

 

One thought on “CIA-Hacker in Frankfurt”

  1. tom hammer says:

    Schaut mal her, ein Katzenvideo!

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