Geheim­dienst­me­tho­den bei UBER

Schon meh­rere große Kon­zerne wie google, yahoo, apple oder micro­soft haben durch das Aus­spä­hen ihrer User, oder Zusam­men­ar­beit mit den Geheim­diens­ten, schlechte Presse bekom­men. Nun ranken sich die Schlag­zei­len um UBER. Da UBER in vielen Län­dern in recht­li­chen Grau­zo­nen ope­riert, ver­su­chen sie Poli­zis­ten davon abzu­hal­ten, ihren Ser­vice zu nutzen. Denn: “Wo kein Kläger, da kein Rich­ter”. Die Metho­den, die sie dabei anwen­den­den, kann man getrost als Geheim­dienst­me­tho­den beschrei­ben.

Die Methode des “Grey­bal­ling”

Das “Grey­bal­ling” genannte Vor­ge­hen ist hoch­ent­wi­ckelt. Über Meta­da­ten ord­nete UBER bestimmte Tele­fone Regie­rungs­be­am­ten zu. So defi­nierte UBER digi­tale Zonen in denen Regie­rungs­ge­bäude, wie zum Bei­spiel Poli­zei­re­viere stehen und zog so einen soge­nann­ten “geo­fence” um diesen Bereich. Das Unter­neh­men ach­tete über die Meta­da­ten genau auf User,  welche die UBER-App ein- und aus­schal­te­ten. Der Vor­gang, der als “Eye­bal­ling” bezeich­net wird, dient dazu diese User als poten­ti­elle Regie­rungs­mit­ar­bei­ter zu defi­nie­ren.

Für große Raz­zien benutzte die Poli­zei also gerne bil­lige Weg­werf­te­le­fone, die noch nicht auf der schwar­zen Liste von UBER geführt wurden. Um dieser Taktik ent­ge­gen­zu­wir­ken, sam­melte UBER also in Tele­fon­ge­schäf­ten die Num­mern, von den bil­ligs­ten Tele­fo­nen. Da die Poli­zei, auf­grund begrenz­ter Bud­gets, auf eben diese bil­li­gen Tele­fone zurück­griff, war UBER den Regie­rungs­be­am­ten immer einen Schritt voraus.

Auch Kredi­kar­ten­da­ten wurden abge­gli­chen, um her­aus­zu­fin­den, ob die Kre­dit­kar­ten mit Regie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen ver­bun­den waren.

Gegen­über heise-online bestritt das Unter­neh­men die Vor­würfe nicht und berief sich auf ihre AGB und ihr Recht “betrü­ge­ri­sche Nutzer vom Dienst aus­zu­schlie­ßen”.

Wenn Kon­zerne ihre Macht miss­brau­chen

Auch die Ein­gangs genann­ten Fälle zeigen sehr gut, dass große Firmen nicht davor zurück­schre­cken, auch geheim­dienst­li­che Metho­den anwen­den. Sei es zum Kampf gegen ihre Gegner, die Regie­rung oder schlicht zum aus­spio­nie­ren ihrer Nutzer.  Mit den staat­li­chen Geheim­diens­ten haben wir schon genug Ärger. Wir soll­ten uns also fragen, ob wir es uns als Gesell­schaft leis­ten können, Kon­zerne so mäch­tig werden zu lassen, dass sie sich erlau­ben können, sich über Recht und Gesetz hin­weg­zu­set­zen.

Bild­quelle

By Ilya Plekha­nov (Own work), CC BY-SA 3.0, via Wiki­me­dia Com­mons, Edit: Bewe­gungs­un­schärfe by Planet News Net­work

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