Kri­mi­na­li­sie­rungs­kam­pa­gne gegen Le Pen

Im Esta­blish­ment scheint sich Panik breit­zu­ma­chen. Die Nerven liegen blank. Nach den letz­ten Umfra­gen kann die fran­zö­si­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin, Marine Le Pen, etwa andert­halb mal so viele Stim­men auf sich ver­ei­nen, wie ihre beiden Haupt­geg­ner, François Fillon und Emma­nuel Macron. Die Umfra­ge­werte schwan­ken jedoch stark bei unter­schied­li­chen Quel­len. Ins­be­son­dere unsere Main­stream­me­dien zitie­ren fast aus­schließ­lich Umfra­gen die Macron, ihren Wunsch­kan­di­da­ten, vorne sehen. Erin­ne­run­gen werden wach, als unsere MSM Hil­lary Clin­ton bereits als klare Sie­ge­rin der Wahl in den USA gehan­delt haben, was sich im nach­hin­ein als Wunsch­den­ken her­aus­ge­stellt hat. Ver­mut­lich liegt Le Pen vorne und das aus den fol­gen­den Grün­den:

Le Pens Gegner genie­ßen wenig Ver­trauen in der Bevöl­ke­rung. Der Nepo­tis­mus­skan­dal um Fillon, der seiner Frau und seinen Kin­dern unrecht­mä­ßig hun­dert­tau­sende Euro aus der Staats­kasse zuschau­felte, zeich­net das Bild des gie­ri­gen und kor­rup­ten Poli­ti­kers. Und von denen gibt es wahr­lich schon mehr als genug. Die Bürger sollen den Gürtel enger schnal­len, wäh­rend sich die Poli­ti­ker und ihre Fami­lien an der Staats­kasse gesund­sto­ßen.

Und Macron ist der Roth­schild­kan­di­dat. Als ehe­ma­li­ger Roth­schild­ban­ker wird er auch als genau das wahr­ge­nom­men: der Mann der Banken. Und er wei­gert  sich kon­se­quent die Finan­zie­rung seiner Partei “En Marche!” (zu deutsch: “Vor­wärts!”) offen­zu­le­gen. Und so wird er  von den Bür­gern als das wahr­ge­nom­men, was er ist: eine Mario­nette des Groß­ka­pi­tals. Des wei­te­ren hat er viele der Wahl­kampf­for­de­run­gen von Le Pen über­nom­men. Doch das wird ver­mut­lich nicht funk­tio­nie­ren: Die Bürger wählen dann doch lieber das Ori­gi­nal.

Und da ein Sieg von Le Pen auf­grund der Kor­rupt­heit und man­geln­den Inte­gri­tät ihrer Gegner in greif­bare Nähe rückt, lässt ihre Geg­ner­schaft keinen Ver­such aus, sie zu erl­di­gen. Der Zweck hei­ligt für Le Pens Geg­ner­schaft alle Mittel. Und so spin­nen sie ein Netz aus Ränke und Intri­gen und grei­fen Le Pen mit allem an, was ihnen zur Ver­fü­gung steht. Nach­dem Betrugs­vor­würfe durch die Main­stream­presse exor­bi­tant auf­ge­bläht wurde und trotz­dem an ihr abperl­ten, fahren sie jetzt die schwe­ren Geschütze auf: Le Pen soll ihre Immu­ni­tät als Abge­ord­nete ent­zo­gen werden. Der Grund könnte kon­stru­ier­ter nicht sein: Le Pen hat Gewalt­fo­tos von Daesh (In der pro­pa­gan­dis­ti­schen Selbst­dar­stel­lung als “Isla­mi­scher “Staat”” bezeich­net) im Inter­net geposted. Dies war eine Reak­tion auf eine völlig unsin­nige Gleich­set­zung ihrer Partei Front Natio­nal mit Daesh. Die Front Natio­nal köpft keine Men­schen, ver­brennt sie nicht bei leben­di­gem Leibe und stei­nigt keine Frauen.

Wenn man Le Pen nicht demo­kra­tisch besie­gen kann, muss man sie eben kri­mi­na­li­sie­ren und mit isla­mis­ti­scher Greu­el­pro­pa­ganda in Ver­bin­dung brin­gen. Das ist natür­lich mehr als lächer­lich, da Le Pen sich als ein­zige Kan­di­da­tin ent­schie­den gegen die Isla­mis­ten stellt. Und sollte Le Pen dafür ihre Immu­ni­tät ver­lie­ren und ver­ur­teilt werden, wäre das ein schwar­zer Tag für unsere west­li­che Demo­kra­tie und würde sie auf eine Stufe mit Will­kü­re­gimes wie Saudi Ara­bien, Türkei oder eben dem isla­mi­schen “Staat” sinken lassen.

Wir sehen ein ähn­li­ches Vor­ge­hen bei dem US-Prä­si­den­ten Donald Trump. Was haben sich unsere und die US-“Qualitätsmedien” nicht alles ein­fal­len lassen: Trump sei ein Sexist, ein Ras­sist und ein Xeno­pho­ber. Auch hier in Deutsch­land wird Kritik am Esta­blish­ment auto­ma­tisch mit Rechts­ex­tre­mis­mus gleich­ge­setzt. Und leider bleibt immer ein biss­chen in den Köpfen der Men­schen hängen. Man konnte das gut beob­ach­ten bei den Präs­dent­schaft­wah­len in Öster­reich, wo erfolg­reich eine Nazi-Gleich­set­zungs-Hetz­kam­pa­gne gegen Nor­bert Hofer, den Kan­di­da­ten der FPÖ, durch­ge­führt wurde. Hofer hat knapp ver­lo­ren und diese Hetz­kam­pa­gne war wahr­schein­lich das Züng­lein an der Waage.

Diese Aktio­nen gegen Le Pen (aber auch gegen Trump) zeugen einer­seits von man­geln­der Inte­gri­tät, sowie einem kruden Demo­kra­tie­ver­ständ­nis und ander­seits von der nack­ten Panik des Esta­blish­ments, dieses Rennen zu ver­lie­ren. Und dass das Esta­blish­ment ein schlech­ter Ver­lie­rer ist, zeigen die gewalt­tä­ti­gen Pro­teste und orga­ni­sier­ten Aus­schrei­tun­gen in den USA.

Le Pen hat den Sieg jedoch kei­nes­falls sicher. Wir werden, wie bei der öster­rei­chi­schen Prä­si­den­ten­wahl, wieder eine Alli­anz von linken und bür­ger­li­chen erle­ben, beglei­tet von einer mas­si­ven Pro­pa­gan­da­kam­pa­gne. Das jetzt ver­sucht wird Le Pen auf diesem Wege kalt­zu­stel­len, ist aber ein ein­drucks­vol­ler Beweis, dass beim Esta­blish­ment die Nerven blank liegen. Brexit, Trump und dann Le Pen? Der Sie­ges­zug der Gegner von “Open Bor­ders”, mit ein­her­ge­hen­dem Ver­lust von Heimat und Tra­di­tion und einer unge­hemm­ten Umver­tei­lung von flei­ßig nach reich, nimmt an Fahrt auf.

In Deutsch­land werden wir dieses Jahr wohl eine Neu­auf­lage der GröKaZ (Größte Koali­tion aller Zeiten) erle­ben. Aber wenn die Grünen an der 5% Hürde schei­tern würden, wäre das doch ein klei­ner Sieg für die Bürger Deutsch­lands.

Und mit Bürger ist nicht jeder gemeint, den Merkel will­kür­lich dazu erklärt, son­dern echte Bürger im Sinne unse­rer Ver­fas­sung.

Bild­quelle

By Antoine Bayet , CC BY-SA 2.0 , via Wiki­me­dia Com­mons

Kommentieren