Ver­trauen in Poli­tik und Medien ero­diert weiter

Der Global Trust Report unter­sucht das Ver­trauen der Bürger in seine Insti­tu­tio­nen. Seine 2017 Aus­gabe zeigt: Das Ver­trauen der Bürger gegen­über ihren Herr­schern ist weiter gesun­ken. Der Anteil der Bürger, die noch in die Medien ver­trauen, liegt bei 45%. Das Vetrauen in die Regie­rung bei 38%. Und das Ver­trau­ens­ver­lust in die Par­teien ist signi­fi­kant. Nur noch 18% wollen den Par­teien ver­trauen.

Die Krise unse­rer reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie ist selbst­ver­schul­det

Diese Zahlen illus­trie­ren sehr gut die Krise unse­rer reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie. Und dieses Grab haben sich Regie­rung, Medien und Par­teien selber geschau­felt. Lügen, Mani­pu­la­tion und Pro­pa­ganda. Lügen gab es schon immer. Aber nie­mals zuvor wurden soviele Lügen ent­larvt, wie heute. Das liegt unter ande­rem an den alter­na­ti­ven Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Diese ermög­licht in erster Linie das Inter­net. Und das ist auch der Grund für die neu­este Zen­sur­of­fen­sive. Jus­tiz­mi­ni­ser Maas legt Ent­würfe für neue Zen­sur­ge­setze gegen Hate-Speech vor. Ein bewusst unscharf gehal­te­ner Begriff, um gegen alles vor­ge­hen zu können, was nicht auf Regie­rungs­li­nie liegt. George Orwells 1984 lässt grüßen. Und wem gehen diese Vor­stöße nicht weit genug? Natür­lich den Grünen. Die würden am liebs­ten ales zen­sie­ren, was nicht ihrer Mei­nung ent­spricht.

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Fake-News und Lücken bei den Main­stream­me­dien

Und die Main­stream­me­dien ver­su­chen natür­lich wieder diese Umstände zu ver­schwei­gen und zu ver­dre­hen. Der Baye­ri­sche Rund­funk (BR) berich­tete zwar über den Global Trust Report, ver­schwieg aber die Ableh­nung gegen­über den Medien. Die Zahlen tau­chen zwar in einer Tabelle auf, werden in dem Arti­kel jedoch ver­schwie­gen. Außer­dem gaben sie selber eine reprä­sen­ta­tive Studie in Auf­trag um das große Ver­trauen der Bürger in die Öffent­lich Recht­li­chen zu bewei­sen. Über ihre eigene Studie berich­te­ten sie natür­lich breit und aus­führ­lich. Wem soll man also eher glau­ben? Einer Studie von einem neu­tra­len Insti­tut, oder einer Selbst­be­weih­räu­che­rungs­stu­die, die das zu stu­die­rende Sub­jekt selber in Auf­trag gege­ben hat. Das ganze erin­nert sehr an das Gut­ach­ten, die Anetta Kahane, die Lei­te­rin der Amadeu-Anto­nio-Insti­tu­tes, in Auf­trag gege­ben hat, um zu beschei­ni­gen, dass ihre Spio­nage- und Den­in­zia­ti­ons­tä­tig­keit für die Stasi nie­mand gescha­det hätte.

Das Alter der Ziel­gruppe steigt weiter

Die Poli­tik und die Medien haben das Ver­trauen der Bürger ver­spielt, die ein­zi­gen, die ihnen jetzt noch glau­ben sind in erster Linie ältere Leute, die nicht so inter­netaf­fin sind, wie die jün­ge­ren. Das könnte einer der Gründe sein, warum sich das Pro­gramm unse­rer öffent­lich-recht­li­chen zwangs­fi­nan­zier­ten Medien auch in erster Linie an ältere Leute rich­tet. Oder kennen sie jemand jün­ge­res der sich den Mix aus Rosa­munde Pil­cher, Hör­ge­rä­te­tests (!) und Pro­pa­ganda noch anschaut?
Die Zeit ist reif für eine neue direkt­de­mo­kra­ti­sche Bewe­gung und Medien die infor­mie­ren und nicht ver­su­chen, uns zu erzie­hen!

Bild­quelle:

Terry Johnston – CC BY-SA 2.0

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